Montag, 10. September 2007

User Interface Confusion

Software wird gewartet. Meist wird man durch ein kleines Popup darauf hingewiesen, das eine neue Version der eingesetzten Software entwickelt wurde. Sicherheitslücken werden geschlossen und Geschwindkeiten optimiert.

Heute bekam ich genau so eine Update-Meldung von meinem Lieblings-Feedreader Vienna. Wie gewohnt klicke ich auf „Installieren“ und warte einen kleinen Moment bis das Datenpaket durch die DSL Leitung gebraust ist. Das Update ist installiert und ich lasse Vienna automatisch neustarten. Schon auf den ersten Blick bemerke ich das es diesmal wohl deutlich mehr war als ein kleines Sicherheitsupdate.

Das Interface wurde überarbeitet. Soweit klingt das ganz gut. Überlegen wir uns doch mal genau was das bedeutet. Wir Designer gestalten Interfaces möglichst intuitiv. Nutzer sollen sie schnell perfekt und ohne nachzudenken bedienen können. Das führt dann zu einem unbewussten Automatismus mit dem wir Dinge bedienen können.

Was passiert aber wenn man das Interface nun über Nacht, oder in meinem Fall innerhalb weniger Minuten, verändert? Man stelle sich vor während einem Halt an der Ampel würde der Fahrzeughersteller Radio und Klimaanlage tauschen oder den Blinker von links nach rechts setzen. Die Folge ist klar: Wir versuchen stupide die Funktion an alter, erwarteter, besser erlernter, Stelle zu finden.

Im Falle von Vienna haben die Entwickler aus drei Buttons vier gemacht und diese von der unteren linken Ecke in die obere linke gesetzt. Das hatte zur Folge das ich innerhalb der letzten drei Stunden bestimmt ein gutes dutzend Mal ins Leere geklickt hab.



Ich will gar nicht sagen das es vielleicht sinnvoller ist diese Buttons oben zu positionieren, aber war es das nicht vielleicht von Anfang an? Vielleicht benötigt eine solche Veränderung auch noch eine kurze Einführung – zB in Form eines Lernklickens, der Nutzer muss dabei x-Mal auf die neue Position der Elemente klicken ...

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Maik,

Gruß Sven

Anonym hat gesagt…

Hi Maik,

mußt du die Kommentare gar nicht freischalten? ungünstig, oder?